Schwangerschaft

Great Barrier Reef, Australien

Eine besonders günstige Zeit für Reisen in der Schwangerschaft ist das zweite Trimester. Die Umstellungsprobleme der Anfangszeit sind vorbei und der Bauch ist noch nicht so groß, dass er hinderlich ist.


Was ist dabei zu beachten?

- Besprechen Sie die Reise mit Ihrem behandelnden Gynäkologen.

- Informieren Sie sich gegebenenfalls, bis zu welcher Schwangerschaftswoche Ihre Fluggesellschaft Sie mitnimmt.

- Holen Sie Informationen zur medizinischen Versorgung bzgl. Problemen in der Schwangerschaft, Frühgeburten etc. am Reiseziel ein.


Der reisemedizinische Infoservice fit for travel empfiehlt weiterhin:

 

Für Flugreisen 

Ab der 35. Schwangerschaftswoche keine Interkontinentalflüge.

Ab der 36. Schwangerschaftswoche keine Inlandsflüge.

Keine Flugreisen bis 7 Tage nach der Entbindung.

Strahlenbelastung bei Flügen beachten: Grenzwert 0,5 Millisievert bzw. 50 Millirad Insbesondere während der Hirnentwicklungszeit des Foeten 8.-15. Schwangerschaftswoche.

Erhöhtes Thromboserisiko während der gesamten Schwangerschaft (Während des Fluges Beingymnastik oder Beine hoch lagern!).

 

Impfungen in der Schwangerschaft

Grundsätzlich sollten in der Schwangerschaft Impfungen nur unter strenger Nutzen-Risiko-Abwägung durchgeführt werden. Dies gilt insbesondere für Lebendimpfstoffe im 1. Trimenon, speziell für Gelbfieber.

Bei formaler Indikation (d.h. bei Impfpflicht bei Einreise) sollte durch Ausstellung eines Impfbefreiungszeugnisses die Impfung vermieden werden. Bei medizinischer Indikation (d.h. Aufenthalt in Gelbfieberrisikogebieten) sollte auf die Reise verzichtet werden. Ist dieses nicht möglich kann unter strenger Risikoabwägung eine Impfung durchgeführt werden.

Wird während der Schwangerschaft versehentlich ein Lebendimpfstoff geimpft, besteht generell keine Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch.

Eher Unbedenklich sind: Tetanus, Diphtherie, Poliomyelitis (IPV) und Influenza. Vorzugsweise sollte erst ab 2. Trimenon geimpft werden.

Relativ kontraindiziert sind (wegen fehlender Erfahrung und daher nur unter strenger Nutzen-Risiko-Abwägung): Cholera, FSME, Gelbfieber (s.o.), Hepatitis A, Hepatitis B, Japanische Enzephalitis, Meningokokken-Meningitis, Pneumokokken-Krankheit, Tollwut (präexpositionell) und Typhus

Als absolut kontraindiziert gelten: Masern-Mumps-Röteln und Varizellen

 

Malariarisiko in der Schwangerschaft

Generell ist Schwangeren von einem Aufenthalt in Malariarisikogebieten abzuraten.

Die Malaria kann tödlich enden und stellt ein hohes Risiko für Mutter und Kind dar.

Grundsätzlich besteht bei keinem Medikament die Gewissheit, dass die Einnahme für die Entwicklung des Kindes unbedenklich ist.

Sollte während der Schwangerschaft dennoch eine Reise in eine Malaria-Risikogebiet stattfinden können als Malariamedikamente Chloroquin und Proguanil, ab dem 2. Trimester auch Mefloquin verwendet werden.

 


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