Impfungen

Iguazu, Argentinien

Kinder sind durch Infektionskrankheiten stärker gefährdet als Erwachsene. Daher sollten vor jeder Fernreise in einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Abwägung gemeinsam mit einem Arzt die Schutzmaßnahmen für das Kind besprochen werden. Mit großer Sensibilität können Kinder auf veränderte Tagesabläufe, ungewohnte Nahrungsmittel, Infektionen und Flüssigkeitsverluste reagieren, daher sind v.a. Abenteuer- und Trekkingreisen mit kleinen Kindern nicht empfohlen.


Impfempfehlungen für Kinder

Impfungen sollten möglichst rechtzeitig geplant und durchgeführt werden, damit bei der Abreise ein ausreichender Impfschutz besteht. Grundsätzlich benötigen Kinder die von der STIKO empfohlenen Standardimpfungen (gegen Diphtherie, Tetanus, Kinderlähmung, Hepatitis B, Keuchhusten, Haemophilus influenzae B, Windpocken, Masern, Mumps, Röteln) und ggf. zusätzlich individuell empfohlene Reiseimpfungen.
 
Für die Reiseimpfungen gelten folgende Altersbeschränkungen laut Angaben der Deutschen Tropenmedizinischen Gesellschaft (DTG):



Cholera (Schluckimpfung)

nicht unter 2 Jahren

FSME

nicht unter 1 Jahr

Gelbfieber

nicht unter 6 Monaten

(gemäß WHO: 9 Monaten)

Hepatitis A

nicht unter 1 Jahr

Influenza

nicht unter 6 Monaten

Japanische Enzephalitis

unter 18 Jahren nicht zugelassen

Masern

nicht unter 9 Monaten

(gemäß WHO: 6 Monate)

Meningokokken-Meningitis (Polysaccharid)

 

 

 Meningokokken-Meningitis (Konjugat)

nicht unter 6 Monaten

Wirksamkeit und Schutzdauer

bei Kindern < 2 Jahren unsicher

 

nicht unter 2 Monaten

Pneumokokken (Polysaccharid)

nicht unter 2 Jahren

Typhus (Injektion)

nicht unter 2 Jahren

Standardimpfungen gemäß STIKO:

Diphtherie (D), Tetanus (T), Keuchhusten (aP),

Haemophilus Influenzae b (Hib), Kinderlähmung (IPV), Hepatitis B (HB), Pneumokokken (Konjugat)

nicht unter 2 Monaten



Die gleichzeitige Gabe mehrerer Impfstoffe an verschiedenen Körperstellen wird in der Regel von den Kindern gut vertragen.


Malariarisiko bei Kindern

- Reisen in Malaria-Risikogebiete, insbesondere in Resistenzregionen, ist mit Kindern (v.a. Säuglingen und Kleinkindern) nicht empfohlen.

- Ein guter und sorgfältiger Mückenschutz ist bei Kindern unbedingt erforderlich.

- Die medikamentöse Malariaprophylaxe richtet sich nach Alter und Gewicht.

- Jedes unklare Fieber ist grundsätzlich malariaverdächtig bis zum Beweis des Gegenteils.

- Bei Fieber sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Eine Malaria tropica kann gerade bei Kindern ein schnellen bösartigen Verlauf nehmen.

Quelle: Reisemedizinischer Infoservice fit for travel


Welche Impfungen für welches Reiseziel?

Informationen zu Reise-Impfungen bekommen Sie von Ihrem Kinderarzt und den Instituten für Tropenmedizin. Das Institut für medizinische Information gibt auf Reisevorsorge.de Impfempfehlungen sowie Hinweise zu Klima, Risiken und Malaria für die jeweiligen Reiseziele.

 

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