Gesundheit

Titicacasee, Bolivien

Sonnenschutz 

Ob Strandbesuch, Fahrradtour oder Wanderung, Sonnenschutz ist im Sommer Pflicht. Kinder empfinden dieses Thema manchmal als lästig und unangenehm. Da kann es hilfreich sein, sie von Anfang an einzubinden und teilhaben zu lassen, damit das Eincremen zum vertrauten Ritual wird.

 

1. Kinderhaut - und insbesondere Babyhaut - ist so empfindlich, dass man sie am besten gar nicht der direkten Sonneneinstrahlung aussetzt. Ein guter Sonnenschutz besteht aus Kopfbedeckung (am besten mit Nackenschild oder breiter Krempe), Baby-/Kinderbekleidung mit UV-Schutz, für Kinder geeignete Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und einer guten Sonnenbrille mit UVA+UVB Schutz. Für Babys und Kleinkinder empfiehlt sich die Daylong Baby Sonnenschutz-Creme mit physikalischem Filter.

2. Es ist wichtig, die Sonnencreme mehrmals täglich großzügig aufzutragen und dabei Ohren, Hände, Knie und Füße nicht zu vergessen.

3. Kinder sollten sich in der Mittagszeit zwischen 11 und 15 Uhr am besten im Schatten aufhalten. Ist das nicht möglich, sollte man auf Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens LSF 30) und schützende Kleidung achten.

4. In der warmen Jahreszeit müssen Kinder auch bei bedecktem Himmel vor der Sonne geschützt werden. Selbst bei einer geschlossenen Wolkendecke erreichen noch 60-80 Prozent der UV-Strahlen die Erde.

5. Da den meisten Kindern das Eincremen nicht schnell genug gehen kann, sind Sonnenschutz-Sprays besonders praktisch. Wichtig ist dabei, dass auch das praktische Spray effektiv ist: Stiftung Warentest informiert über die Qualität verschiedenster Sonnenschutzmittel.

6. Kleidung und Sonnenschutz in dunklen, intensiven Farben schützt besser als helle Materialien. Stoffe aus Kunstfasern (z.B. Polyester) sind in der Regel dichter und UV-undurchlässiger als einfache Baumwolle.

5. Beim Baden ist darauf zu achten, wasserfeste Sonnenschutzprodukte zu benutzen und diese mindestens eine halbe Stunde vor dem Baden aufzutragen. Auch wenn die Mittel wasserfest sind, sollte nach Baden und Abtrocknen wieder neu eingecremt werden.

7. Babys im Kinderwagen können mit Hilfe von Sonnenschirm oder Sonnensegel geschützt werden. Hier ist darauf zu achten, dass sie im Wagen nicht überhitzen.

 

 

Insektenschutz

Der beste Schutz ist die Vermeidung des Stichs. Wie funktioniert das am besten? Es gibt einige Mittel, um Insektenstiche zu reduzieren.

- Insektenschutznetze für Kinderwagen und (Reise-)Bett

- Schützende Kleidung: Lange Hosen, langärmlige Oberteile und hohe Strümpfe, geschlossene Schuhe

- Repellents: Insektenabweisende Mittel, die direkt auf der Haut angewendet werden und einen Schutz von bis zu 8 Stunden auf den behandelten Hautstellen bieten. DEET gilt weltweit als das wirksamste Insektenabwehrmitteln für die Haut. Darüber hinaus haben Icaridin-Präparate eine wissenschaftlich belegte Wirkung, wie zum Beispiel Autan. Schwangere Frauen und Kindern unter 2 Jahren wird allerdings von der Anwendung abgeraten.

- Alternativen für Kleinkinder: Doctan® Kinder, eine Spray Lotion, die speziell für Kinder ab 6 Monaten entwickelt wurde.

- Für Schwangere und Kinder ab 3 Jahren: Care Plus® Anti-Insect Sensitive, ein Insektenschutzmittel, das bis zu acht Stunden Schutz vor Moskitos, Zecken, kleinen Mücken und Sandfliegen bietet.

- Natürliche Alternativen: Nelkenöl (in Schalen aufgestellt oder auf die Kleidung getröpfelt), Essig-/Zitronenessenz (mit Wasser mischen und in Schalen aufstellen)

 

Was tun, wenn es doch passiert ist?

- Bienenstachel stecken meist noch in der Haut und sollten mit einer Pinzette entfernt werden. Danach hilft Kühlen mit Eiswürfeln oder Kühlkissen. Auch Wespenstiche sollten sofort gekühlt werden.

- Eine halbe rohe Zwiebel auf der Stichstelle hilft gegen das Jucken und Brennen und wirkt entzündungshemmend. Kalte Umschläge mit Essigwasser lindern die Beschwerden ebenfalls.

- Öle mit Citronella und Nelke sowie frischer Spitzwegerich wirken antibakteriell und abschwellend.

- Als homöopathisches Mittel hat sich Apis mellifica bewährt.

- Wenn Kinder eine Wespe, Biene oder Hornisse verschluckt haben und in den Hals oder Mund gestochen wurden, muss sofort ein Notarzt gerufen werden. Ein solcher Stich kann lebensbedrohlich sein, weil die Schleimhäute anschwellen und Atemnot verursachen können. Bis zum Eintreffen des Arztes ist die betroffene Stelle zu kühlen, z.B. mit einem Eiswürfel zum Lutschen von außen mit nassen Tüchern. Das Kind sollte aufrecht sitzen, damit es möglichst leicht atmen kann.

- Ein Arzt muss ebenfalls sofort benachrichtigt werden, wenn Kinder unter Fieber, Erbrechen, Ausschlägen oder Atemnot leiden. Solche Reaktionen können mit einer Allergie gegen ein Insektengift zusammenhängen. 

 

   

Essen + Trinken

Besonders bei Tropenreisen ist auf die Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Es gelten die Faustregel `Peel it, boil it, cook it - or forget it´ sowie folgende Hinweise des reisemedizinischen Infoservice fit for travel:

  

Trinkwasser

Ungefähr die Hälfte aller Krankheiten in Ländern mit niedrigen Hygienestandard, sind auf verunreinigtes Trinkwasser zurückzuführen. Daher sollten Reisende im Zusammenhang mit dem Trinkwasser einige Grundregelungen einhalten.

 

Kein Leitungswasser trinken: Grundsätzlich sollte in den Tropen und Subtropen niemals Leitungswasser getrunken werden (auch nicht in den guten Hotels).

 

Trinkwasserfilterung: Gute Filtersysteme können etliche Bakterienarten, Parasiten und Wurmeier herausfiltern. Viren werden jedoch kaum erfasst. Bevor eine Wasserfilterung durchgeführt wird, sollte das Wasser im Minimum 5 Minuten abgekocht werden. Beachten Sie, dass beim Bergwandern in größeren Höhen aufgrund des geringeren atmosphärischen Drucks die Kochzeit verlängert werden muss. Abgekochtes Wasser sollte nach spätestens 24 Stunden verworfen werden, da im Verlauf der Zeit neue Keime an der Wasseroberfläche entstehen können.

 

Trinkwasserentkeimung: Die Entkeimung erfolgt mittels chemischer Wirkstoffe in Form von Tabletten, Pulver und Flüssigkeit in abgekochtes Wasser. Nach einer angemessenen Wirkzeit kann das Wasser dann verwendet werden. Jedoch können auch bei der Entkeimung des Trinkwassers nicht alle Erreger erfasst werden

 

Vorsicht bei Eiswürfeln: Wenn die Wasserquelle der Eiswürfel verunreinigt ist, können Bakterienarten (wie z.B. Salmonellen, Shigellen, etc.) oder auch Viren auf diesem Weg übertragen werden.

 

Getränke

Bedenkenlos sind:

- Frisch gekochter Tee und Kaffee (durch ausreichend sprudelndes, kochendes Wasser können Krankheitserreger wie z.B. Hepatitis A-Viren, Amöben oder Bakterien zerstört werden)

- Kohlensäurehaltige Getränke bzw. Limonaden aus industrie-geschlossenen Behältern (z.B. Coladosen, Wasser-Flaschen, etc.)

- Alkohol enthält in der Regel keine Krankheitserreger.

- 
Wein kann jedoch gelegentlich durch Pilze verunreinigt sein.

 



Gefährlich sind:

- `Offene´ und nicht-industrielle Getränke: Getränke, die aus nicht verschlossenen Flaschen angeboten werden sind mit Vorsicht zu genießen.

- Milch sollte nie frisch bzw. ungekocht getrunken werden. Abgekochte bzw. pasteurisierte Milch kann getrunken werden.

- Fruchtsäfte sollten nur dann getrunken werden, wenn dass Pressgerät und die Hände die mit der Frucht Kontakt haben hygienisch sauber und gereinigt sind. Bei geschlossenen Fruchtsäften beachten Sie bitte den Zuckergehalt, da er für Bakterien einen guten Nährboden darstellt.

 

  

Nahrungsmittel

In vielen Ländern wird noch mit menschlichen Fäkalien gedüngt. Daher sind hier sorgfältige Hygienevorkehrungen für die Nahrungsmittelaufnahme unbedingt erforderlich. Nahrungsmittel von Straßenständen oder günstigen Straßenrestaurants sollten nach Möglichkeit vermieden werden, da in der Regel nicht die erforderlichen Hygienemaßnahmen in der Nahrungszubereitung eingehalten können.



Bedenkenlos sind:

- Frisch gekochtes Gemüse

- Frisch geschältes Obst (am besten selbst geschält) 

- Durchgebratenes Fleisch

 

Gefährlich sind:

- Rohes Fleisch (z.B. Tartar, Geflügelaufschnitt, Wurstaufschnitt, Schinken)

- Roher Fisch ( Sushi, kalte Meeresfrüchte, Austern, etc.)

- Salate jeder Art (v.a. Eier- oder Kartoffelsalat)

- Milchprodukte (Yoghurt, Quark, Pudding, Cremedesserts, etc.)

- Tiefkühlkost (Unterbrechung der Kühlkette ist möglich)

- Speiseeis

 

  

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